FRH3, Inszenierung 5: Ich sage kein Wort

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Inszenierung: Matthias Brücker

FRH: Freie Republik HORA

Ein Overkill an Beziehungsdrama zu Heavy-Metal-, Italo-Pop-, Boygroup- und Love-Musik, um Zorn, Lieb, Eifersucht und Sex, in dessen Zentrum eine Person steht, die nicht genannt werden darf. “Musik, Leben, Schauspieler, was anderer Gefühlt haben, anderer nicht – das ist wichtig, das ist Leben, so spielt das Leben.” (M.B. über sein Projekt).

Regie Matthias Brücker Spiel Noha Badir, Gianni Blumer, Matthias Grandjean, Sara Hess, Nikolai Gralak,  Frankie Thomas, Nora Tosconi, Fabienne Villiger und als Gäste Chris Weinheimer, Solene Garnier, Florian Loycke (Das Helmi)

Mit dem Langzeit-Projekt FREIE REPUBLIK HORA / FRH (2013-2017) wagt sich Theater HORA nun wiederum an eine Pionierleistung auf dem Feld des integrativen Theaters: Die Etablierung von RegisseurInnen, ChoreografInnen und Performance-KünstlerInnen mit einer “geistigen Behinderung”.

In der Phase 3 sollen die von einer Fachjury ausgewählten sechs HORA- RegisseurInnen nicht nur jeweils eine Probenwoche lang die HORA-Räumlichkeiten (und je nach Bedarf auch den Rest des Ensembles) exklusiv für die Realisierung ihres eigenen Inszenierungsprojekts nutzen können – sie sollen auch ein eigenes Produktionsbudget erhalten, mit der Bedingung, dass sie externe Theaterschaffende (SchauspielerInnen, Bühnen- oder KostümbildnerInnen, MusikerInnen, DramaturgInnen ohne sogenannte geistige Behinderung) hinzuengagieren.

Wie in der Phase 1 und 2 sind sämtliche künstlerische Entscheidungen den jeweiligen KünstlerInnen selbst überlassen – der Einfluss des HORA-Teams ohne sogenannte geistige Behinderung beschränkt sich auf das Formulieren von wenigen Bedingungen, von denen vier für alle verbindliche, weitgehend organisatorische Spielregeln sind und lediglich die fünfte individuell auf das künstlerische Profil der/des jeweiligen RegisseurIn mit geistiger Behinderung zugeschnitten ist. Das HORA-Team wird hier konsequent versuchen, so wenig wie möglich einzugreifen und keine Bewertungen zu geben.

Das Projekt wird vom interdisziplinären Forschungsteam von “Disability on Stage” am Institute for the Performing Arts and Film an der ZHdK, begleitet und untersucht.

Alle sechs dabei entstandenen 1-Wochen-Inszenierungen werden noch einmal gebündelt in einer Retrospektive im Fabriktheater zu sehen sein: 29. Juni bis 4. Juli 2016

Projektleitung/Assistenz Michael Elber, Nele Jahnke, Marcel Bugiel Produktion Katharina Balzer, Ketty Ghnassia, Conny Marinucci, Giancarlo Marinucci, Amrei Rinder, Selina Rohr, Fiona Schmid, Anna Weyrosta Gefördert durch Gemeinnützige Stiftung Symphasis, Hamasil Stiftung, Alexis Viktor Thalberg Stiftung, MBF Foundation

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