MARS ATTACKS || Coproduction with THEATER HORA || First month residence in Zürich… 20.01 – 20.02 || TRYOUT 17.02.2014

DAS HELMI + THEATER HORA Zürich  ||  MARS ATTACKS   || First month residence in Zürich... 20.01 - 20.02 | TRY OUT Mo.17.02 3pm @ Theater HORA, Baslerstr 30

Ausgelöst durch das Medienecho und die Zuschauer-reaktionen auf DISABLED THEATER beschäftigt sich MARS ATTACKS! in zugespitzter Form mit dem, was «das Andere» bei der Normalgesellschaft auszulösen vermag. Die Produktion soll entstehen in Zusammen-arbeit von Theater HORA mit den Berliner Trash- und Schaumstoff-Puppen(spielerInnen) von Das HELMI, un-
ter Rückgriff auf eine Fiktion (Tim Burtons schwarzhumorigen Kultfilm «Mars Attacks!»).

DISABLED THEATER-Dramaturg Marcel Bugiel:

“Die Diskussionen mit Jérôme Bel in der Produktionsphase und im Rahmen der öffentlichen Try Outs waren für mich, der ich mich für diese Form von Theater aus der Perspektive des experimentellen Theaters heraus interessierte, ein riesengrosses Geschenk, denn zum ersten Mal schienen sich auch andere Leute für das Performer-Potenzial der HORA-Leute zu interessieren – und für die in meinen Augen grossen Möglichkeiten, die dieses dem Feld von Theater, Tanz und Performance eröffnete.

Doch anstatt dass jetzt bei theaterinteressiertem Publikum und Grosskritik ästhetische Debatten im oben genannten Sinne losgingen, war die Wahrnehmung weitestgehend auf eine Freakshow fürs gebildete Publikum und auf die «Darf ich das gut finden?»-Frage reduziert – was zusammen eine Anspannung produzierte, die sich dann während der Vorstellungen zunächst in gut gemeintem, aber diskriminierendem Szenenapplaus, schliesslich in geradezu hysterischer Affirmation entlud – und nur wenig Platz für darüber hinausgehende ästhetische Fragestellungen liess.

Was mir dagegen durch diesen Erfolg wirklich bewusst geworden ist, ist das Mass, in dem Menschen mit einer «geistigen Behinderung» nach wie vor auf die Rolle des gesellschaftlichen «Anderen» festgelegt sind – ein Anderes, das man fasziniert exotisiert und mit dem man sich gleichzeitig aus dem sicheren Abstand des Zuschauerraums auf geradezu hysterische Weise identifiziert.”

PREMIERE : 5. MAI 2014
ROTEFABRIK THEATER, ZÜRICH

Advertisements